| And the second place goes to... |
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...tja, diese Frage sollte an diesem Rennwochenende abschließend geklärt werden. Ganz entspannt konnte Helmut Peter zu den Finalläufen am 08. - 09.10. auf dem Flugplatz Stendal-Borstel anreisen. Der Cup-Gesamtsieg war Ihm nach dem Rennwochenende in Freiburg nicht mehr zu nehmen. Auch wenn für die Ermittlung des Gesamtstandes in der Wertungstabelle des Ü40-Cup, mit Streichergebnis und nicht punkteberechtigten Gaststartern, schon höhere Mathematik angewendet werden muss hatten vier Fahrer auf der Nennliste noch die Chance den Gesamtrang 2 einzufahren. Für Spannung war also ausreichend gesorgt und der Faktor „Wettergott“ spielt zu dieser Jahreszeit auch schon mal das Zünglein an der Waage. Beim ersten Blick auf den Zeitplan fiel auf das der Cup seine freien Trainings in zwei Gruppen zusammen mit den Amateuren absolvieren sollten. Warum?? Diese Frage ist einfach zu beantworten. Trotz über 40 eingeschriebener Fahrer hatten incl. Gaststarter nur 20 Fahrer den Weg nach Stendal gefunden. Das „the flying Dutchman“ Arie van Engelen verletzungsbedingt seine Nennung kurzfristig zurückziehen musste wurde vom restlichen Starterfeld mit großem Bedauern zur Kenntnis genommen. Aus dem Vierkampf um den Vizetitel war dadurch ein Dreikampf geworden. Zu den freien Trainings am Samstagvormittag trieb ein eiskalter Wind immer wieder Regenwolken über die Rennstrecke. Der Großteil des Starterfeldes ging auf Nummer sicher und stellte die Renngeräte auf Regenreifen in den Vorstart. Zum Zeittraining war dann Reifenpoker angesagt. Während des Zeittraining der C1 und C2 fielen die ersten Tropfen. Trotzdem wagten u. a. Matthias Bremer und Christoph Welter den slickbereiften Tanz auf der Betonbahn. Das es auch profillos irgendwie ging zeigten die beiden mit Startplatz 4 bzw. 9. Wie heftig es zu Beginn des Zeittrainings schüttete drückte Jörg Göss passend in einem Satz aus: „Die 20 Meter vom Vorstart auf die Strecke reichten für die ersten Tropfen um ihren Weg durch die Kombi zu finden!“ Andreas Glassl ließ sich auf keine Spielchen ein und donnerte auf seiner Michi Herrmann Husquvarna mit einer 1:31.806 um den Kurs. Diese Zeit reichte um Helmut Peter mit 2.128 sec. in die Schranken zu verweisen und sich Startplatz 1 zu sichern. Das Helmut Peter nicht zur Bummeltour nach Stendal angereist war, zeigte sich dadurch des er dem Mann auf Startplatz 3, Harald Wirtz, eine knappe Sekunde Rückstand aufbrummte. Pech hatte Nicol Wiegand, im zweiten freien Training schon mit einem technischen Defekt in der ersten Kurve ausgebremst stand Ihr Renngerät zu Beginn des Zeittrainings noch auf Slicks und sie musste sich ohne Rundenzeit mit dem letzten Startplatz zufrieden geben. Jens Lindenlaub schaffte auf seiner wieder genesenden Suzuki DRZ 400 Startplatz 16 und konnte die „Rote Laterne“ für die schlechteste Trainingszeit diesmal an Angelika Otto weiterreichen die Ihre Premiere des ersten sturzfreien Rennwochendes fest im Auge hatte. Und plötzlich waren es nur noch zwei... Carsten Kögel, der noch beste Chancen auf den Vizetitel hatte, stürzte zu Trainingsende so unglücklich das er trotz Startplatz 6 die Rennen verletzungsbedingt nicht aufnehmen konnte. Lauf 1, Samstag:Trockene Betonpiste, nasser Offroad beschreibt die Streckenverhältnisse beim Start des ersten Laufes am einfachsten. Da sich die Lufttemperatur um wohlige 10° herum bewegte und der eisige Wind nicht nachließ war die richtige Reifenwahl nicht schwer, Regenreifen. Beste Chancen den Start für sich zu entscheiden hatte Matthias Bremer aus Reihe 1 mit dem kürzesten Weg zur ersten Ecke. Wenn seine Diva aus dem Hause KTM nicht ihre eigenen Pläne gehabt hätte und kurz vor erlöschen der Startampel den Dienst versagte. Einen unpassenderen Moment um etwas für die Umwelt zu tun und einfach die Arbeit einzustellen konnte sich die KTM SMR 560 nicht aussuchen. So musste Matthias Bremer mit langem Gesicht zusehen wie das gesamte Feld an Ihm vorbei donnerte. Es war einfach nicht das Wochenende von Nicol Wiegand. Sie sah zu spät die auf der Strecke parkende KTM, blieb mit dem Knie an deren Auspuff hängen und stürzte. Erste Diagnose: Knieverletzung und keine Chance auf Lauf 2. An der Spitze deklassierte unterdessen Andreas Glassl mit Rundenzeiten um die 1:26 das gesamte Starterfeld und fuhr sich bis Rennende einen Vorsprung von über 19 sec. auf den zweitplatzierten Helmut Peter heraus. Mit dem Wissen das Ihm Gesamtrang 2 so gut wie nicht mehr zu nehmen war spulte Harald Wirtz mit einem leichten grinsen auf dem Gesicht seine Runden ab, kontrollierte die hinter Ihm fahrenden Peter Kriegenhofer und Peter Fuhrbach und kam auf Platz 3 ins Ziel. Holger Rosenbaum der im Zeittraining noch von der richtigen Reifenwahl profitierte und von Startplatz 8 das Rennen aufnahm fand sich zu Rennende vor Angelika Otto auf Platz 12 wieder. Nachdem er sein Renngerät wieder zum Leben erwecken konnte pflügte Matthias Bremer mit dickem Hals durch das Feld. Mehr als Platz 9 war in diesem Lauf aber nicht drin. Warm-up, Sonntag:Nur 10 Fahrer nutzen die Chance zum Warm-up am frühen Sonntagmorgen. Lauf 2, Sonntag:Womit, der als Top- Starter bekannte, Matthias Bremer seiner KTM gedroht hat ist nicht bekannt er kam jedenfalls erwartungsgemäß gut von der Startlinie weg und bog als dritter in die erste Kurve ein. Das er im Laufe der Saison auch an seinen Offroaddefiziten gearbeitet zeigte sich dadurch das er den vor Ihm fahrenden Helmut Peter immer in Schlagdistanz halten konnte. Vor den beiden drehte ein nie zu haltender Andreas Glassl fast lässig seine Runden und fuhr auch in diesem Rennen auf Platz 1. Harald Wirtz ging in diesem Lauf kein übertriebenes Risiko ein und kam hinter Christoph Welter und Peter Kriegenhofer auf Platz 6 ins Ziel. Angelika Otto schaffte es auch in diesem Lauf nicht Ihren Lieblingsgegner Holger Rosenbaum einzuholen und musste sich hinter ihm wieder mit Platz 13 zufrieden geben. Einen Erfolg hatte Sie dennoch zu feiern – das erste Ü40-Cup Rennwochenende ohne Sturz, Glückwunsch!!
auf der Bühne von einem großen Publikum begeistert gefeiert und mit Startnummerntafeln in Gold, Silber bzw. Bronze ausgezeichnet. Harald Lutke |