| Freiburger Sommerfest |
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Wenn die Rennen im belgischen Bilstain wettertechnisch die Hölle waren, waren die Rennen beim InterRace des FMC in Freiburg der Himmel für Supermoto-Fahrer. Nur eine Woche nach dem Wetterchaos von Belgien wurden die Fahrer im Breisgau mit blauem Himmel und angenehmen Temperaturen verwöhnt. Der FMC hatte für das vorletzte Saisonrennen des Ü40-Cup einen Zeitplan auf die Beine gestellt der keine Wünsche offen ließ. Am Samstag zwei freie und ein Zeittraining, Sonntag das Warm-up und zwei Rennen. Bei soviel Fürsorge des FMC war sogar fast das fehlen eines Duschcontainers zu verschmerzen. Lieber FMC-Vorstand, nicht jeder Fahrer ist mit einem Wohnmobil incl. Nasszelle ausgestattet und verschwitzt in den Schlafsack zu kriechen gehört nicht wirklich zu den „must have“ Dingen. Ein Duschcontainer bei der nächsten Veranstaltung wäre das i-Tüpfelchen auf Eure ansonsten Top-Orga. Angesichts der optimal vorbereiteten Strecke ging die Ü40-Truppe am Samstag daran ihre Rundenzeiten von Training zu Training nach unten zu schrauben. Die größte Verbesserung gelang dabei Nicol Wiegand die sich vom ersten Training bis zum Zeittraining um fast 15 sec. verbessern konnte. Aller Ehrgeiz nützte aber nichts, die rote Laterne konnte Sie nicht abgeben. An der Spitze waren wieder, wie sollte es auch anders sein, die drei Überflieger des Cup: Christian Klipfel, Jürgen Hüther und Helmut Peter zu finden. Aufgelockert wurden die ersten zwei Startreihen durch zwei Schweitzer und einen Deutschen Gaststarter. Christian Klipfel stellte aber klar das die Pole Position an einen eingeschriebenen Ü40-Fahrer zu gehen hat. Mit einer 1:03.441 distanzierte er Gaststarter Roman Bosshard um 1,1 sec. und Jürgen Hüther um 1,2 sec. Welf Ernst fuhr auf Startplatz 9 mit einer Verbesserung von knapp 7 sec. zu seiner Zeit aus dem freien Training. Fast das komplette Fahrerlager fragte sich was Welf seiner KTM wohl eingeflösst hatte. Als von der Rennleitung dann die Info kam das die Zeit durch abkürzen zustande gekommen war und Welf Ernst ans Ende des Feldes verbannt wurde war die Welt wieder rund. Die Schönwetter-Yamaha von Jörg Gregor konnte an diesem Wochenende auch zum arbeiten überredet werden, mehr als Startplatz 21 war aber nicht drin. Wohl prominentester Gaststarter im Ü40-Fahrerfeld war Joannis Joannidis, Vater von S2 Fahrer und IDM-Tabellenführer Nico Joannidis. Das Joannis Joannidis mit einer Supermoto umgehen kann stellte Er mit Startplatz 22 unter Beweis. Beim Warm-up am frühen Sonntagmorgen ließen es die Fahrer und Fahrerinnen ruhig angehen und spulten ihre Runden ab. Aber nicht alle... MZ-Umsteiger und Gaststarter Felix Wittenberg kam mit seiner Suzuki immer besser zurecht und konnte seine Rundenzeit um 0,8 sec. nach unten schrauben. Leider knapp 15 Stunden zu spät um in der Startaufstellung noch weiter nach vorn zu kommen, es blieb bei Startplatz 29. Lauf 1:Die beste Taktik sich aus allem heraus zu halten ist die Flucht nach vorn. Genau so ging Christan Klipfel sein Rennen vom Start weg an. Anfänglich noch von Gaststarter Roman Bossard und Jürgen Hüther verfolgt konnte er sich bis zum fallen der Flagge einen 12 sec. Vorsprung heraus fahren. Helmut Peter fand keinen Weg an den beiden schweizerischen Gaststartern vorbei, kam auf Platz 6 ins Ziel und stand trotzdem als dritter auf dem Podium. Gelobt sei die Ü40-Cup Gaststarterregelung. Die guten Reflexe beim Start ließen Matthias Bremer diesmal im Stich, er zuckte einen Sekundenbruchteil vor erlöschen der Startampel. Die Rennleitung bat daraufhin in Runde 3 zur 15 sec. Ruhepause. Trotz der Zwangspause schaffte es Matthias Bremer , gaststarterbereinigt, auf Platz 5 ins Ziel. Welcher Fremdkörper Mario Rothe in der Schikane der Gegengeraden gestört hat war nicht zu erfahren. In Runde 2 beseitigte er jedenfalls auf dem Rücken rutschend alle störenden Gegenstände in der Schikane. Das solch selbstloses Handeln sich auf dem Ergebniszettel nicht auszahlt konnte er nach dem Rennen nachlesen, Platz 17. Nach dem Zylinderkopfschaden in St. Wendel war sich Robert Pellerei nicht sich ob seine Husaberg durchhalten würde und war daher mit Platz 11 nicht unzufrieden. Lauf 2:Die Ereignisse dieses Rennen sind schnell erzählt. Es wurde hart und verbissen aber fair um jeden Meter gerungen aber bis auf einige Platztäusche im Mittelfeld kam nicht viel zählbares dabei heraus. Auf dem Podium standen wieder Christian Klipfel vor Jürgen Hüther und Helmut Peter. Aber auch das macht den Ü40-Cup aus, die Geschichtchen am Rand der Rennen. Angelika Otto schaffte es dies Jahr an jedem Ü40-Rennwochenende eine Bodenprobe zu nehmen. Die größten Fahrerlager-Grillpartys finden immer noch bei Matthias Bremer statt. Nicol Wiegand freute sich nach Lauf 2 als wenn Sie gewonnen hätte weil Sie einmal weniger überrundet wurde. Achim Freund hat immer eine Begründung parat warum es ausgerechnet am aktuellen Rennwochenende nicht weiter nach vorn gegangen ist. Harald Bollinger ist noch immer nicht, wie am Anfang der Saison versprochen, mit Dutt zum Rennen angetreten. Wie Boddle Schellberg mit seinem Husaberg-Eigenbau so schnell sein kann ist einigen ein Rätsel. Den Spaß den die Fahrer und Fahrerinnen des Ü40-Cup auf und neben der Strecke haben, diesen Spaß haben andere Rennklassen längst verloren. Vielleicht liegt darin begründet das die Gaststartplätze bei den Rennen des Cup so heiß begehrt sind. Für die Teilnehmer des Ü40-Cup beginnt jetzt die Sommerpause bevor man sich am 08. - 09.10. auf dem Flugplatz Stendal-Borstel zum Saisonabschlussrennen trifft. Harald Lutke |