Saarland, second time | Ü40 Supermoto-Cup
Home Archiv
Saarland, second time

Das beschauliche Städtchen St. Wendel war am 03.-05.06. der Austragungsort für die Läufe 3 und 4 des Ü40-Cup und somit der zweite Auftritt der wilden Meute im Saarland. Der Track im Wendelinuspark, der schon wahre Supermotoschlachten gesehen hat, war auch in diesem Jahr wieder optimal vorbereitet. Der Wetterbericht ließ hoffen das es an diesem Wochenende nicht wieder zu einem Reifenpoker wie vor zwei Wochen im sächsischen Lichtenberg kommen würde. Der Spielplatz für die Altherrentruppe war also angerichtet, jetzt lag es an den Akteuren für eine gute Show zu sorgen.

Die Vorzeichen für eine gute Show sahen anfangs nicht wirklich gut aus.
Die Husaberg von Robert Pellerei überraschte Ihren Fahrer mit einem kapitalen Motorschaden sodass an ein Qualifikatiostraining nicht zu denken war. Harald Wirtz hatte mit der Öl-Inkontinenz seiner KTM zu kämpfen. Aber wie man Harald Wirtz kennt wäre Ihm mit Sicherheit eine praktikable Lösung für das kleine Ölproblemchen eingefallen hätte es sich nicht mit normalen Mitteln lösen lassen. Zur Not hätte es dann eben eine Babywindel aus dem örtlichen Discounter getan.

Von allen Vorkommnissen unbeeindruckt brannte Christian Klipfel am späten Freitagabend die Polezeit in den saarländischen Asphalt. Seine 1:04.234 war auch von Jürgen Hüther nicht zu schlagen der sich mit Startplatz 2 begnügen musste. Gerhard Wacker ärgerte erfolgreich den Tabellenführer Helmut Peter, konnte diesen 0.194 sec. hinter sich halten, und stellte seine Honda auf Startplatz 4, direkt hinter Gaststarter Ingo Scheer. Der ein oder andere rieb sich wohl verwundert die Augen als Matthias Bremer auf einer DSR-Suzuki in den Vorstart rollte. Aber auch mit neuem Renngerät reichte es nur zu Startplatz 10. Georg Lamberty kam mit seiner 250er Jähzorn (Yamaha YZ 250 LC) auch nicht richtig in Schwung und musste sich mit Startplatz 14 zufrieden geben. Stefan Brehm hielt auf seiner BMW zwar die deutschen Herstellerfarben hoch konnte sich aber nur im hinteren Mittelfeld qualifizieren.

Lauf 1, Samstag:

Christian Klipfel hätte sich von Angelika Otto „Catch me if you can!“ auf den Rücken seiner Kombi sticken lassen können. Folgen konnte Ihm vom erlöschen der Startampel an niemand. Die Frage war eigentlich nur mit wieviel Vorsprung er das Rennen beenden würde. Um es kurz zu machen, am Ende waren es 11.42 sec. auf Jürgen Hüther der mit Platz 2 nicht unzufrieden war. Spannender war der Kampf um den letzten Podestplatz zwischen Ingo Scheer, Gerhard Wacker, Helmut Peter und Arie van Engelen. Nach erfolgreichem Fight um jeden Meter kam Helmut Peter 11.30 sec. hinter Jürgen Hüther über die Ziellinie. Matthias Bremer kam auf Platz 7 ins Ziel nachdem er Carsten Kögel, Martin Blug und Harald Wirtz niedergerungen hatte. Jörg Gregor hatte wohl das Rennen mit einer Gleichmäßigkeitsprüfung verwechselt. Von Startplatz 19 ins Rennen gegangen kam er auch auf diesem Platz ins Ziel und fuhr dabei bis auf 0.2 sec. die gleichen Zeiten wie im Zeittraining. Respekt!! „Kraft sparen, Runden einteilen“ musste sich Jens Lindenlaub auf die Fahne geschrieben haben. Von Startplatz 33 ins Rennen gegangen konnte er seine Rundenzeiten stetig steigern an Achim Freund, Gaststarterin Esther Engel-Scheer und Michael Leonhardt vorbeiziehen und wurde mit seiner betagten Suzuki auf Platz 29 liegend abgewunken.

Was wäre ein IDM-Supermoto Fahrerlager ohne die Ü40-Truppe?
Klare Antwort... um einiges ereignisloser!!
Die Mad Mäxle Truppe um Unikat Boddle (Michael) Schellberg hatte am Abend in seiner Wellness- und Gourmet-Area zum Live-Wok-Cooking geladen. Für einen Selbstkostenbeitrag wurden frisch zubereitete chinesische Spezialitäten angeboten, und das „all you can eat“!

Lauf 2, Sonntag:

Diesmal lief der Start für Helmut Peter besser als im ersten Lauf. Im Tiefflug kam er in Runde 1 hinter Jürgen Hüther aus dem Offroad geschossen, wild entschlossen sich diesmal nicht die Butter vom Brot nehmen zu lassen. Der Offroad in St. Wendel schreibt aber seine eigenen Gesetze. Erst erwischte es Gerhard Wacker auf Platz 4 liegend. Als seine Honda die Arbeit wieder aufnimmt findet er sich am Ende des Mittelfeldes wieder. Beim fallen der Zielflagge reicht es dann nur noch für Platz 15. Bei einem Überholmanöver würgt Helmut Peter dann sein Arbeitsgerät ab. Er kann das Rennen zwar schnell wieder aufnehmen kommt aber nur noch auf Platz 5 nach vorn. Nutznießer dieser Situation war, ein auf dem Podium breit grinsender, Arie van Engelen. An der Spitze liegend drehte Christian Klipfel einsam seine Runden. Jürgen Hüther konnte den Rückstand zwar bei knapp 10 sec. halten, mehr als Platz 2 war aber auch in diesem Lauf nicht drin. Angelika Otto biss wieder auf die Zähne und ging auch in diesem Lauf an den Start. Aller Einsatz nutzte aber nichts. Sie musste Mario Rothe und Rüdiger Putz passieren lassen und kam auf Platz 26 ins Ziel.

Jetzt heißt es Wunden lecken und das Renngerät optimal vorbereiten. Am 25.-26.06. stehen dann die beiden kraftraubenden Rennen im Rahmen der Belgium Masters Supermoto in Bilstain auf dem Terminkalender. Am 18.-19.06. besteht die Möglichkeit die Strecke im Rahmen eines freien Trainings kennen zu lernen. Nähere Infos gibt es von Harald Wirtz.

Harald Lutke
-Pressesprecher-

Fotos findet ihr im Mediathread im Supermoto-Forum.
 

Validation Icons